Holstein Kiel? Herbstmeister!

Zum Abschluss des Jahres sollte es noch einmal Zweitligafußball vor der Haustür sein. Die Tickets für den FCSP waren schon geordert, da grätschte ein Basketballspiel des Juniors brutal dazwischen. Dann also am Vortag noch näher und noch herbstmeisteriger zum Nordduell der KSV Holstein gegen die Roten aus Hannover…
Karten gab´s nur auf Umwegen, obwohl das Spiel nicht ausverkauft war – absurd! Das, was die KSV mit ihrer merkwürdigen Verkaufspolitik verhindern wollte, trat selbstredend dennoch ein: Der Block „M“ war ein Mischblock. Und trotz entsprechender Sicherheitsbedenken war das natürlich auch überhaupt gar kein Problem. Die 96er sind ja dem Grunde nach auch kein unsympathischer Haufen, ihre Freundschaften sollten sie gleichwohl mal überdenken. Hashtag Schlechter Geschmack. Dasselbe Fazit wäre zu ziehen in Bezug auf vermeintliche Kieler-Hool-Kontakte nach Braunschweig.
Wie auch immer, das Spiel heute begann aufgrund des neuen Investorendeals der verfickten DEL erwartungsgemäß wenig stimmungsvoll mit 12 stillen Minuten in beiden Kurven. Mit der Stille besser zurecht kamen die Gäste, die durch ihr konsequentes Pressen den zuletzt so erfolgreichen Holsteinern ordentlich zusetzten. Nach besagten 12 Minuten hagelte es dann Schokolade aus dem Gästeblock und der Schiri unterbrach.
Die Zwangspause schadete eher den 96ern. Ein wenig aus dem Nichts sollte es plötzlich Elfmeter für die KSV Holstein geben. Eine minutenlange Prüfung folgte. Geschlagene 4 Minuten unterhielt sich der Referee mit dem Kölner Keller, um sich dann die Szene noch einmal selbst auf dem Bildschirm anzusehen. Ihr macht unseren Sport kaputt! Schließlich stand eine vermutlich richtige Abseitsentscheidung. Absurd jedoch, dass das Procedere so lang dauerte. Kein Tor also, das aber lediglich eine Minute später folgte. Wahnsinnig simpel ließ sich die 96-Abwehr ebenso überrumpeln, wie unmittelbar nach dem Wiederanstoß und dann auch noch einmal kurz vor der Pause. Wenn man so grottenschlecht verteidigt… 3:0 also für die KSV, zwei Tore dabei übrigens durch Fiete Arp, der ähnlich wie die anderen Ex-HSVer Porath und Holtby zuletzt einen richtigen Sprung gemacht hat.

Nach dem Wiederbeginn startete dann in beiden Kurven endlich auch der organisierte Support. Es gab wahnsinnig viel Pyrotechnik zu bestaunen, eine absolut korrekte gelb-rote Karte für einen Einwechselspieler des Gastteams und einen weiteren Holstein-Treffer, der wohl zu Recht durch den VAR kassiert wurde. Warum auch dieser Entscheidungsprozess 6 Minuten lang dauerte, war erneut schwer nachzuvollziehen.

Da St. Pauli am Folgetag über ein Remis nicht hinauskommt, bedeutet der verdiente Sieg Kiels die Herbstmeisterschaft für die Störche.
Und auch wenn die KSV nie mein Herzensverein sein wird, so ist er halt der Verein unserer Stadt. Zweifellos wird man mich daher in Zukunft mal wieder auf dem Holsteiner sehen. Vielleicht ja sogar in Liga Eins. Und trotz dieser furchtbar unangenehmen Marktschreier-Ballermann-Agenda, die nach wie vor übers Stadionmikro verbreitet wird. Kiel Ahoi!

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