Tristesse am Westring 501

Gefühlt nach einer halben Ewigkeit soll es heute mal wieder zur KSV Holstein gehen. Ein alter Freund ist in der Stadt und „die Größten der Welt“ vom FCM sind es auch. Rauf also aufs Fahrrad und die Veloroute, auf der wir nonstop aus Hassee gen Holsteiner radeln können.

Mit dem Anpfiff nehmen wir unsere Plätze am linken Rand des Block I ein. Wenn es mich mal ins Holsteinstadion verschlägt, dann eben genau hierhin, wo die korrekten KSV-Leute stehen. Ein „Odin statt Allah“-Aufkleber im Eingangsbereich des Ultrablocks lässt darauf schließen, dass hier nach wie vor auch Idioten rumspringen… Dass der Aufkleber nach dem Spiel bereits entfernt wurde, spricht gleichwohl auch dafür, dass hier korrekte Menschen rumspringen.

Die Stimmung auf den Rängen ist akzeptabel. Die 1500 Magdis sind kaum zu hören, partiell ist der Support aus dem KSV-Ultrablock lautstark. Die Kieler Kicker agieren in einem durchschnittlichen Zweitligakick überlegen, kreieren zumindest ein paar ganz ordentliche Torchancen und gehen dann folgerichtig auch in Führung. Vom FCM, gerade auf den letzten Platz abgerutscht, ist kaum etwas zu sehen. Das ändert sich erst unmittelbar vor der Pause. In zwei Szenen wird es kunterbunt im Strafraum der KSV Holstein. Lassen die Gäste die erste Chance noch liegen, wird die zweite genutzt, so dass es folglich mit einem für die Magdeburger eher schmeichelhaften 1:1 in die Kabinen geht.

In der zweite Hälfte sind die Holsteiner dann zunächst wieder überlegen, gehen folglich erneut in Führung, nutzen in der Folge aber weitere Chancen nicht. Tatsächlich ein wenig aus dem Nichts kommt der FCM erneut zum Ausgleich und lässt seinerseits dann eine Dreifachchance zur eigenen Führung auf absurde Weise liegen. Kurz danach gelingt den Gästen dann doch der Führungstreffer. In der Schlussphase lässt Fiete Arp für die KSV dann zwei aberwitzige Möglichkeiten aus, so dass die Gäste hier tatsächlich am Ende gewinnen. Die Rückfahrt werden diese dann dafür genutzt haben, sich zu fragen, wie es eigentlich dazu kommen konnte…

Holstein jedenfalls ist momentan der Inbegriff von Mittelmaß.

Hinterlasse einen Kommentar