The real Hallenmasters

Es gab ja mal diese Zeit, als die Fußballwinterzeit ausgefüllt wurde mit einer unendlichen Vielzahl von Hallenturnieren. Das mag sich zwar ein wenig geändert haben, ein paar schicke Events in Sachen Budenzauber bietet der Norden aber noch immer. Und wer jetzt da zuerst an das große Hallenmasters-Event in der Kieler Ostseehalle mit seinem Dorfdiskoschick denkt, dem mag man nur raten basisch zu denken. Der heiße Hallenkick-Scheiß geht seit eh und je stets am ersten Januar-Wochenende eines Jahres in der Plöner Schiffsthal-Halle. Früher war das Event als Hallenkreismeisterschaft bekannt, mittlerweile als Hallenmasters der inzwischen fusionierten Fußballkreise Plön und Neumünster. Dies bedeutet, dass sich die ewigen Favoriten aus Preetz und Plön nicht mehr mit der kickenden Landjugend zu messen haben, sondern auch mit durchaus ambitionierten Schwalebuffern. In diesem Jahr verschlägt es sogar die Truppe des einst großen VfR Neumünster nach Plön. Und mich. Nach etlichen Jahren möchte ich mir wenigstens einige Spiele der sonntäglichen Finalrunde gönnen. Eingebettet wird der Besuch in eine Fahrradtour durch das Barkauer Land und den Kreis Plön – bei fantastischem Frühlingswetter! Herrlich! In der Halle ist es wie früher: Rappelvoll. Laut Presseeinschätzung kommen 1500 Besucher zum Hallenevent. Und auch auf der Platte läuft es wie damals: Der TSV Plön rasiert. Auch wenn die glorreichen Zeiten der Ligamannschaft zunächst vorbei zu sein scheinen, in denen die Plöner auf höchster Landesebene agierten, hier und heute läufts. Preetz? Läuft auf. Dersau? Laufkundschaft. Einfeld und Nortorf? Kein Thema. Selbst der VfR Neumünster hat im Halbfinale nicht den Hauch einer Chance. Sieg Plön also. Beseelt radle ich durch die Nacht heimwärts. Immerhin 80 Kilometer habe ich am Ende des Tages zurückgelegt!



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